Impressum

Bundestagswahl (Europa • Deutschland • Staat und Politik • Politik • Wahlen)

zurück zur Startseite


Warning: MagpieRSS: Failed to fetch http://news.google.de/news?hl=de&q=Bundestagswahl&output=rss and cache is off in /var/www/web211/html/fetchrss/fetch.inc on line 172

Artikel nach oben

Die Wahlgrundsätze und das Wahlsystem zum Deutschen Bundestag ist im Grundgesetz Artikel 38 verankert. Das Volk übt die Staatsgewalt nicht direkt aus, sondern überträgt sie auf das Parlament des Deutschen Bundestages. Der Bundestag wird in einer Kombination von Mehrheits­ und Verhältniswahlrecht gewählt. Nach dem Mehrheitswahlrecht (Erststimme) ist gewählt, wer die meisten Stimmen im Wahlkreis erhält. Nach dem Verhältniswahlrecht (Zweitstimme) werden die Sitze nach dem Anteil der Stimmen vergeben, die auf die in Landeslisten kandidierenden Parteien entfallen (Zweitstimme). Das Wahlrecht der Bundesrepublik kombiniert beide Verfahren derart, dass die Hälfte der Abgeordneten aus direkter Wahl (Erststimmen) in ihren Wahlkreisen und die andere Hälfte nach dem Verhältniswahlrecht (Zweitstimmen) in den Bundestag einzieht, daher hat jeder Wähler immer 2 Stimmen, sie werden Erststimme (Mehrheitswahlrecht) und Zweitstimme (Verhältniswahlrecht) genannt.


Erststimme:

    Mit der Erststimme kann der Wähler in seinem Wahlkreis (Wohnort) direkt über den Kandidaten entscheiden, der diesen Wahlkreis im Bundestag vertreten soll.

    Wahlsieger ist der Kandidat, der die meisten Erststimmen erhält. Diese Person zieht als Bundestagsabgeordneter in den Bundestag ein.




Zweitstimme:

    Mit der Zweitstimme kann der Wähler die Liste einer Partei (Verhältniswahl) wählen, nach dem Anteil der Parteien an den Zweitstimmen richtet sich auch der Anteil an den Sitzen im Bundestag. Diese Sitze werden entsprechend der abgegebenen Stimmen auf die Parteien verteilt, daher ist die Zweitstimme auch wahlentscheidend.

    Wenn eine Partei in mehr Wahlkreisen gewonnen hat, als ihr an Bundestagssitze zusteht, bekommt sie entsprechend zusätzliche Bundestagssitze, diese nennt man auch Überhangmandate.



Wahlverfahren

Das Bundesgebiet ist seit 2002 in 299 Wahlkreise aufgeteilt. Über die Zusammensetzung des Bundestages entscheiden die für die Parteien abgegebenen Zweitstimmen, bezogen auf die 603 Sitze im Bundestag. Berücksichtigt werden dabei nur Parteien, die mindestens fünf Prozent der im Wahlgebiet abgegebenen gültigen Zweitstimmen erhalten oder in mindestens drei Wahlkreisen ein Direktmandat errungen haben oder eine nationale Minderheit vertreten (Bundeswahlgesetz § 6 Absatz 6). Sowohl bei der Aufstellung der Wahlkreisbewerber/innen als auch der Landeslisten mit der Festlegung der zu berücksichtigenden Reihenfolge bei der Vergabe der Sitze im Bundestag ist eine Mitwirkung der Wähler/innen, sofern sie nicht in Parteien engagiert sind, nicht möglich. Auch bei der Wahl selbst ist eine Veränderung der auf den Stimmzetteln vorgegebenen Wahlkreisbewerber/innen und Landeslisten nicht möglich. Dies wäre nur bei der Zulassung von Panaschieren, bei dem sowohl eine Partei als auch Personen unabhängig von der gewählten Partei gewählt werden können, oder durch Kumulieren von Stimmen auf bestimmte Personen möglich.

Erststimme

Die Erststimme ist die Wahlkreistimme, sie verbleibt im jeweiligen Wahlkreis und entscheidet, welcher der örtlichen Kandidaten die Region im Bundestag vertreten wird, dazu reicht auch die einfache Mehrheit.

Nicht selten hat die Erststimme etwas mit der Stärke einer Partei im Parlament zu tun, nämlich dann, wenn eine Partei bundesweit mit der Zweitstimme an der 5% Hürde scheitert, aber mindestens drei ihrer Kandidaten per Erstimme erfolgreich sind. Dann zieht sie doch in das Parlament ein. Zudem kommt jeder Gewinner eines Wahlkreises in den Bundestag, unabhängig davon, ob seine Partei die Fünf-Prozent-Hürde überwindet oder nicht.

Bundestagsmandat

Das Mandat bedeutet in wörtlicher Übersetzung Auftrag. Die Mandatsträger, die durch das Wählervotum in den Bundestag gewählt wurden, verstehen sich als Beauftragte des Volkes. Die Ausübung des Mandats ist nicht anderes als die Erfüllung des Wählerauftrags. Der Mandatsträger oder Abgeordnete muss nun mit eigenem Gewissen ohne Weisung anderer über die Geschicke des Landes entscheiden. Das Mandat erlischt mit der Konstituierung eines neuen Bundestages.

Zweitstimme

Die Zweitstimme ist fast immer die entscheidende Stimme. Sie bestimmt darüber, in welchen Kräfteverhältnis die Parteien im Bundestag vertreten sind. Sobald die Zweitstimmen unabhängig von den Erststimmen zusammengezählt wurden, wird festgestellt, wie viele Sitze die einzelnen Parteien im Verhältnis zueinander bekommen, erst danach wird ermittelt, wie viele Abgeordnete über die jeweiligen Landeslisten in das Parlament einziehen.

Direktmandat

Das Direktmandat wird direkt vom Wähler an einen Bewerber in seinem Wahlkreis vergeben. Das Direktmandat bekommt der Bewerber, der vor Ort die meisten Erststimmen bekommt. Er ist damit automatisch gewählt und zwar unabhängig vom Abschneiden seiner eigenen Partei. Sollten zwei Kandidaten genau dieselbe Stimmenzahl erreichen, entscheidet das Los.

Überhangmandat

Stehen einer Partei in einem Bundesland nach ihren Anteil an Zweitstimmen beispielsweise nur 20 Sitze zu, und hat die Partei zugleich in einem Bundesland 22 Erstimmen gewonnen, dann haben alle 22 Abgeordnete (Erststimmen) das Vertrauen der Wähler gewonnen, die Partei hat damit 2 Überhangmandate erworben.

Landeslisten

Die Landeslisten haben die Parteien auf Parteitagen schon weit vor der Wahl zusammengestellt. Auf den sogenannten Landeslisten stehen Politiker, die die Parteien für wichtig halten.

Weitere Informationen

Offizielle Seite - Bundeswahlleiter





 Zahnarzt Essen