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Europäische Union (Europa • Geschichte)

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Als Frankreich 1946 nach dem 2. Weltkrieg die Union Europäischer Föderalisten in Paris gründete, war dies die Grundsteinlegung für die europäische Union.
Die Gründung der Europäischen Union (EU) eröffnete neue Wege zur politischen Einigung Europas. Dieser Gründungsvertrag, der bereits am 7. Februar 1992 in Maastricht unterzeichnet wurde, konnte aber erst wegen einiger Probleme im Ratifizierungsverfahren (Zustimmung der dänischen Bevölkerung erst in einem zweiten Referendum und einer Verfassungsklage in Deutschland gegen die parlamentarische Zustimmung zum Vertrag), am 1. November 1993 in Kraft treten.

Anfänglich bestand die EU aus nur sechs Ländern: Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden. Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich kamen 1973 hinzu, Griechenland 1981, Spanien und Portugal 1986, Österreich, Finnland und Schweden 1995.

Zum 1. Mai 2004 wurden weitere 10 Länder (EU-Osterweiterung) wie die Tschechische Republik, Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien und die Slowakei Mitglied der EU.

Weitere Informationen zur Geschichte der Europäischen Union

Stand 2003

1951

Aufgrund der Schuman Erklärung gründen die Länder Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande,in Paris die erste Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS).

1957

Die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) und die Europäische Wirtschaftgemeinschaft (EWG) werden gegründet.

1967

Erstmals wird der Begriff Europäische Gemeinschaft (EG) als Sammelbegriff gebräuchlich.

1973

Weitere Länder wie Dänemark, Großbritannien und Irland treten der Gründungsgemeinschaft bei.

1979

Die erste allgemeine Wahl der 410 Mitglieder des Europäischen Parlaments werden durchgeführt.

1981

Griechenland tritt als zehnter Mitgliedsland bei.

1986

Spanien und Portugal treten der Europäischen Gemeinschaft bei. Die Gründungsverträge werden erstmals umfassend durch die Einheitliche Europäische Akte, die in Luxemburg und Den Haag unterzeichnet wird, geändert. Somit wurde ein weiterer Schritt zur Vollendung des europäischen Binnenmarktes durchgeführt.

1990

Mit dem Schengener Übereinkommen, dass am 19. Juni 1990 unterzeichnet wurde, konnten die Binnengrenzen zwischen den Unterzeichnerstaaten aufgehoben und eine einzige Außengrenze geschaffen werden. Gemeinsame Vorschriften hinsichtlich der Erteilung von Visa, des Asylrechts und der Kontrolle an den Außengrenzen wurden erlassen, um den freien Personenverkehr zwischen den Unterzeichnerstaaten ohne Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung zu ermöglichen.

1992

Die Staatengemeinschaft unterzeichnet in Maastricht den Vertrag über die Europäische Union. Die Gründung der Europäischen Union (EU) und die Einführung einer einheitlichen Währung werden beschlossen. Die Arbeitsfelder der EU werden erweitert.

1995

Finnland, Österreich und Schweden treten bei. Die Staatengemeinschaft wächst auf 15 Mitgliedsstaaten.

1997

Die Gründungsverträge werden durch den Vertrag von Amsterdam zum dritten Mal überarbeitet. Durch den Vertrag wurde der Handlungsspielraum des Europäischen Parlaments weitgehend erweitert. Die Agenda 2000 wird dem Europäischen Parlament vorgelegt.

1999

Der EURO (EUR) wird als erstes europäisches Zahlungsmittel eingeführt. Am 1. Januar beginnt die Europäische Währungsunion mit der dritten Phase und beschließen den EURO als einheitliche Währung.

2000

Die ersten EURO Münzen und Scheine kommen als einziges Zahlungsmittel in den Umlauf. Die jeweiligen nationalen Münzen und Banknoten der Mitgliedsstaaten verlieren ihre Gültigkeit.

2002

Am 23. Juni 2002 wird der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) vertragsgemäß nach 50 Jahren beendet.

2003

Am 1. Februar 2003 trat der Vertrag von Nizza in Kraft, indem sich die Europäische Union für die Aufnahme der Beitrittsländer vorbereitete und die einzelnen Sitze der Mitgliedsländer im Parlament festlegte (2004 = 732 Sitze).
Der Europäische Konvent beendete seine Arbeit mit dem ersten Entwurf der Europäischen Verfassung am 10. Juli 2003.

2004

Die Europäische Kommission verständigte sich am 18.Februar 2004 auf die Maßnahmen zur Gewährleistung einer reibungslosen Eingliederung der zehn neuen Kommissionsmitglieder (EU-Osterweiterung) ins Kollegium ab dem 1. Mai 2004. Dazu gehören die Staaten Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern. Die Kommissionsmitglieder aus den neuen Mitgliedstaaten wurden voll stimmberechtigt und sollen bei dem Beschlussfassungsverfahren eine aktive Rolle spielen. Es war damit die umfangreichste Erweiterung in der Geschichte der Europäischen Union, denn es wurde nicht nur das Gebiet der EU, sondern auch die EU-Bevölkerung um 75 Mio. Einwohner vergrößert.





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