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Hoheitszeichen (Europa • Deutschland • Bayern • Staat und Politik)

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In diesem Abschnitt:


  • Erklärungen zu den Hoheitszeichen
  • Streifenflagge
  • Rautenflagge
  • Großes Staatswappen
  • Kleines Staatswappen

Überblick

Der Freistaat Bayern leistet sich zwei Staatsflaggen, der Streifenflagge und der Rautenflagge, die einander gleichstehen. Weder die Streifenflagge noch die Rautenflagge enthält eine Abbildung des bayerischen Staatswappens.

Hinweise zur Verwendung der Hoheitszeichen
Nicht jeder darf einfach das bayerische Staatswappen nutzen, es also etwa im eigenen Briefkopf oder auf seiner Homepage verwenden. Das große und das kleine bayerische Staatswappen sind vielmehr als staatliche Hoheitszeichen dem öffentlichen Bereich vorbehalten. Daneben dürfen sie nur zu künstlerischen, kunstgewerblichen oder wissenschaftlichen oder zu Zwecken des Unterrichts und der staatsbürgerlichen Bildung verwendet werden. Alles andere bedarf der Genehmigung der zuständigen Regierung (und zwar nach der Verordnung zur Ausführung des Gesetzes über das Wappen des Freistaates Bayern). Die Genehmigung kann nur in besonders begründeten Ausnahmefällen erteilt werden.

Um der Missbrauchsgefahr zu begegnen, ist das unbefugte Benutzen der Staatswappen oder von Teilen von ihnen als Ordnungswidrigkeit sogar mit Geldbuße bedroht.


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Streifenflagge





Die Streifenflagge besteht aus zwei gleich breiten Querstreifen in den Landesfarben, oben weiß, unten blau.

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Rautenflagge





Die Rautenflagge enthält mindestens 21 weiße und blaue Rauten (Wecken), wobei die von den Rändern angeschnittenen Rauten mitgezählt werden. Bei langen und schmalen Flaggen kann sich die Anzahl der Rauten erhöhen. In jedem Fall ist aber die heraldisch rechte obere Ecke des Flaggentuches (das ist für den Betrachter die linke obere Ecke) für eine angeschnittene weiße Raute bestimmt.

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Großes Staatswappen






"Bayern ist ein Freistaat. Die Landesfarben sind Weiß und Blau. Das Landeswappen wird durch Gesetz bestimmt."
(Art. 1 der Verfassung des Freistaates Bayern)

Bayerns Staatswappen ist weithin bekannt und beliebt. Es wurde am 5. Juni 1950 mit dem "Gesetz über das Wappen des Freistaates Bayern" eingeführt. Die im Wappen dargestellten Symbole sind tief in der Geschichte Bayerns verwurzelt. Die heraldischen Elemente des "Großen Bayerischen Staatswappens" bedeuten:

Der goldene Löwe
Ursprünglich war der goldene Löwe im schwarzen Feld des Wappens das Symbol der Pfalzgrafen bei Rhein. Nach der Belehnung des bayerischen Herzogs Ludwig im Jahre 1214 mit der Pfalzgrafschaft diente es jahrhundertelang als gemeinsames Kennzeichen der altbayerischen und pfälzischen Wittelsbacher. Heute erinnert der aufgerichtete, goldene und rotbewehrte Pfälzer Löwe an den Regierungsbezirk Oberpfalz.

Der Fränkische Rechen
Das zweite Feld ist von Rot und Weiß (Silber) mit drei aus dem Weiß aufsteigenden Spitzen geteilt. Dieser "Rechen" erschien um 1350 als Wappen einiger Orte des Hochstifts Würzburg und seit 1410 auch in den Siegeln der Fürstbischöfe. Heute steht der Fränkische Rechen für die Regierungsbezirke Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken.

Der blaue Panter
Links unten im dritten Feld zeigt sich ein blauer, goldbewehrter, aufgerichteter Panter auf weißem (silbernem) Grund. Ursprünglich wurde er im Wappen der in Niederbayern ansässigen Pfalzgrafen von Ortenburg geführt (12. Jahrhundert). Später übernahmen ihn die Wittelsbacher. Heute vertritt der blaue Panter die altbayerischen Regierungsbezirke Niederbayern und Oberbayern.

Die drei schwarzen Löwen
Im vierten Feld sind auf Gold drei schwarze, übereinander angeordnete, herschauende und rotbewehrte Löwen dargestellt. Sie sind dem alten Wappen der Hohenstaufen (erstmals 1216), der einstigen Herzöge von Schwaben, entnommen. Im Staatswappen repräsentieren diese drei Löwen den Regierungsbezirk Schwaben.

Der weiß-blaue Herzschild
Der Herzschild ist in Weiß (Silber) und Blau schräg gerautet. Nachdem er früher (seit 1204) den Grafen von Bogen als Wappen gedient hatte, wurde dieser Herzschild 1247 von den Wittelsbachern als Stammwappen übernommen. Die weiß-blauen Rauten sind das bayerische Wahrzeichen schlechthin. Der Rautenschild symbolisiert heute Bayern als Ganzes. Mit der Volkskrone wird er auch offiziell als "Kleines Staatswappen" verwendet.

Die Volkskrone
Auf dem gevierten Schild mit dem Herzschild in der Mitte ruht eine Krone. Sie besteht aus einem mit Steinen geschmückten goldenen Reifen, der mit fünf ornamentalen Blättern besetzt ist. Die Volkskrone, die sich erstmals im Wappen von 1923 findet, bezeichnet nach dem Wegfall der Königskrone die Volkssouveränität.

Die schildhaltenden Löwen
Die beiden schildhaltenden Löwen setzen eine Tradition aus dem 14. Jahrhundert fort.

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Kleines Staatswappen





Das kleine bayerische Staatswappen besteht aus einem in Weiß (Silber) und Blau schräg rechts gerauteten Schild, auf dem die Volkskrone ruht.

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Based on:

  1. Bayerische Staatskanzlei - bayern.de




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