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Merchweiler (Europa • Deutschland • Saarland • Landkreise • Neunkirchen • Städte und Gemeinden • Geschichte)

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Überblick

Die Gemeinde Merchweiler wird aus den beiden Ortsteilen Merchweiler und Wemmetsweiler gebildet, von denen jeder seine eigene geschichtliche Entwicklung hat.

Merchweiler ist germanisch-fränkischen Ursprungs und wurde 1291 erstmals als „Morchevilre“ urkundlich erwähnt, es gehörte damals zur Grafschaft Saarwerden. Diese wiederum zählte ab 1527 zu Nassau-Saarbrücken. Allerdings fiel ein Teil von Merchweiler nach langen Erbschaftsstreitigkeiten zwischen Lothringen und Saarbrücken an Siersburg. So bestand das Dorf von 1545 bis 1717 als „Zweiherrendorf“, wobei die „Siersburger“ als Enklave Freud und Leid der „Kerpener“ Herrschaft teilen mußten.

Großes Elend brachte den Merchweilern der Dreißigjährige Krieg mit Besetzungen, Plünderungen, Hunger und Seuchen und 25 Jahre später die Kriege Ludwigs XIV. Im Jahre 1793 kam das linksrheinische Gebiet dann in den Besitz Frankreichs und nach dem Untergang der Herrschaft Napoleons 1815 an Preußen.

Die Entwicklung der Industrie hatte schon im 18. Jahrhundert begonnen, als in Merchweiler eine Glashütte, eine Steinkohlengrube und eine Ziegelei entstanden. Heute besteht hier eine Vielzahl gewerblicher Betriebe, die dem Ort zu wirtschaftlicher Sicherheit und Wohlstand verhalfen.

Merchweiler war ursprünglich ein Bauerndorf, hat sich jedoch in den letzten hundert Jahren zu einer modernen Wohngemeinde entwickelt. In welchem Maße die Entwicklung vor sich ging, ist daran erkennbar, daß Merchweiler noch im Jahre 1875 nur 2.273 Einwohner zählte, während es heute fast 6.000 Einwohner sind. Nur noch wenige Einwohner sind heute hauptberuflich Landwirte.

1949 erhielt Merchweiler eine eigene Verwaltung. Ein Wappen führte Merchweiler von 1954 bis 06.11.1975.

Auf der Gemarkung Wemmetsweiler soll sich der Überlieferung nach in grauer Vorzeit eine römische Niederlassung befunden haben. Zahlreiche Bodenfunde beweisen das Vorhandensein einer römischen Villa in jener Zeit. Die Siedlung selbst ist wohl fränkischen Ursprungs, ein Sippendorf, dessen Name sich vom Sippenältesten „Wimmo“ ableitete. Später entstand aus dem Sippendorf ein mittelalterliches Grunddorf. Die Herrschaft in Illingen unter den Herren von Kerpen übte längere Zeit die Gewalt über dieses Gebiet aus. Mit der Französischen Revolution fand die Feudalherrschaft dann ein Ende, und überall im Land nahmen 1815 die Preußen die Regierung in die Hand. Damals wurde Wemmetsweiler ein von der Landwirtschaft geprägter Ort. Allerdings begann mit der Inbetriebnahme mehrerer Gruben in der nahen Umgebung auch für Wemmetsweiler eine beachtliche Aufwärtsentwicklung. Noch 1850 zählte das Bergmanns-Bauerndorf annähernd 600 Einwohner, während es heute fast 5.300 sind. Bis 1921 gehörte Wemmetsweiler zum Amtsverband Illingen und bildete dann mit Heiligenwald ein eigenes Amt, nach 1964 wurde Wemmetsweiler amtsfreie Gemeinde mit selbständiger Verwaltung. Ein Wappen führte Wemmetsweiler von 1965 bis 06.11.1975.

Die beiden Orte bilden seit 1.1.1974 nach der Gebiets- und Verwaltungsreform als Gemeindebezirke die neue Einheitsgemeinde Merchweiler.

Wappen

Durch die Zusammenlegung der früheren Gemeinden Merchweiler und Wemmetsweiler zur Einheitsgemeinde Merchweiler am 01.01.1974 waren auch die Wappen dieser früheren Gemeinden untergegangen. Am 30.01.1975 beauftragte der Gemeinderat 3 Bürger der Gemeinde, Vorschläge für ein neues Wappen zu erarbeiten. Aus den verschiedenen Entwürfen wurden 3 in die engere Wahl gezogen und heraldisch gestaltet. In seiner Sitzung vom 27.08.1975 beschloß der Gemeinderat einstimmig, beim Minister des Innern die Verleihung des Rechts zur Führung eines Wappens nach dem Entwurf des Gemeinderatsmitgliedes, Oberstudiendirektor Robert Kirsch, zu beantragen. Die Verleihung des Wappenrechtes erfolgte am 06.11.1975.
Das Wappen enthält neben neuen Motiven im wesentlichen Teile der Wappen der früheren Gemeinden Merchweiler und Wemmetsweiler.





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