Impressum

Mond (Wissenschaft • Astronomie • Sonnensystem • Erde)

zurück zur Startseite


Warning: MagpieRSS: Failed to fetch http://news.google.de/news?hl=de&q=Mond&output=rss and cache is off in /var/www/web211/html/fetchrss/fetch.inc on line 172

Artikel nach oben

Der Mond, Quelle: NASA/JPL
Image courtesy of NASA / JPL

Begriffserklärung

Der Mond ist der einzige bekannte natürliche Satellit des Planeten Erde.

Beschreibung des Mondes

Der Mond mißt etwas mehr als ein Viertel des Erddurchmessers und besitzt ein Achzigstel der Erdmasse. Allgemein im Verhältnis zu seinem Planeten gesehen, ist der Mond ein überaus grosser Satellit, alle anderen Monde echter Planeten im Sonnensystem erreichen höchstens einige wenige Prozente des Durchmessers ihres Planeten und nur verschwindende Anteile an Masse. Der Mond spielt allein schon aus diesen Gründen für die Verhältnisse auf der Erde eine bedeutende Rolle.

Der Mond ist mit Ausnahme des Jupitermondes Io der einzige grosse Satellit im Sonnensystem, dessen Dichte, Zusammensetzung und Aufbau denen der terrestrischen Planeten nahekommt. Alle anderen grossen Monde, wie die des Jupiter und des Saturn, des Uranus und des Neptun, sind wesentlich weniger dicht und bestehen zum größten Teil aus Eis.

Die Mondbahn ist geringfügig elliptisch und liegt in etwa in der Ekliptik. Die Rotation des Mondes ist gebunden, das heißt er dreht sich bei einer Umkreisung der Erde einmal um sich selbst und weist daher der Erde immer die gleiche Seite zu.

Der Mond besteht wie Erdkruste und Erdmantel zur Hauptsache aus Silikaten, ein eisenreicher Kern dürfte fehlen. Die der bisherigen Untersuchung direkt zugängliche Mondkruste ist wie folgt zusammengesetzt:

Sauerstoff 43 %
Silizium 21 %
Aluminium 10 %
Kalzium 9 %
Eisen 9 %
Magnesium 5 %
Titan 2 %
Nickel 0,6 %
Natrium 0,3 %
Chrom 0,2 %
Kalium 0,1 %
Mangan 0,1 %
Schwefel 0,1 %

Auffällig ist, dass der Mond extrem trocken ist. Selbst in Mineralien, in denen auf der Erde üblicherweise OH-Gruppen vorkommen, z.B. in Hornblenden, fehlen diese auf dem Mond vollständig. Erst in den letzten Jahren, in denen Sonden spektroskopische Hinweise auf Wasser am Südpol des Mondes gefunden haben, glaubt man an Wasservorkommen, die von aussen, etwa durch Kometen, lokal auf den Mond gebracht wurden. Die Tatsache, dass der Mond so extrem wasserarm ist, obwohl er, wie weiter unten ausgeführt wird, aus der Erde stammt, führt neuerdings dazu zu glauben, dass auch hierorts Wasser nicht ursprünglich vorhanden war und erst nach der Entstehung von Erde und Mond aus dem äußeren Sonnensystem eingebracht wurde.

Der Mond besitzt keine echte Atmosphäre im eigentlichen Sinn, doch besteht eine extrem dünne Gashülle, die hauptsächlich den im Gravitationsfeld des Mondes eingefangenen Sonnenwind darstellt bzw. aus dessen Interaktion mit dem Mondboden entstammt und damit sowie in ihrer Zusammensetzung der Atmosphäre des Merkur ähnelt. Der Druck an der Mondoberfläche beträgt weniger als ein Millionstel des Luftdrucks auf der Erde. Diese Gashülle hat folgende Zusammensetzung:

Helium 25 %
Neon 25 %
Wasserstoff 23 %
Argon 20 %
Methan Spuren
Ammonium
Kohlendioxid

Quelle: NASA

Entstehung des Mondes

Die Entstehung des Mondes ist ein Problem das Generationen von Forschern beschäftigt hat. Erst in den letzten Jahren ist mit Hilfe von Computersimulationen eine schlüssige Lösung erarbeitet worden, die die beobachteten Eigenschaften des Mondes und sein besonderes Verhältnis zur Erde erklären kann.

Ein Grundproblem zum Verständnis der Entstehung des Mondes ist dessen Zusammensetzung und dessen Aufbau im Verhältnis zum Planeten. Die Mondkruste und die äußeren Schalen der Erde, Kruste und Mantel, sind auffälligerweise sehr ähnlich aus silikatischen Gesteinen zusammengesetzt, so dass der Mond chemisch bis auf das fehlende Wasser so weit mit der Erde verwandt ist, dass er kaum, wie früher gedacht, ein von aussen eingefangener Himmelskörper sein kann.

Einer gemeinsamen Entstehung aus dem planetaren Nebel des frühen Sonnensystems, wie sie eine weitere inzwischen verworfene Hypothese befürwortete, steht jedoch die in Relation zur Erde wesentlich geringere Dichte des Mondes entgegen. Ihm fehlt die Masse an schwereren Elementen, insbesondere der für die Erde typische Eisen-Nickel-Kern, den er haben müßte, wäre er gleichzeitig mit der Erde entstanden.

Um diesen beiden Widersprüchen zu entgehen, wurde spekuliert, der Mond habe sich von der Erde als großes Bruchstück abgespalten, manche meinten gar, der Pazifik sei die hinterlassene Narbe einer solchen Ablösung. Diese Hypothesen sind durch die Erkenntnisse der modernen Geologie gänzlich widerlegt, der Pazifik ist ein typischer Ozeanboden wie er durch plattentektonische Vorgänge entsteht und auch bei weitem nicht gross und tief genug, um als Lieferant für die vergleichsweise immense Masse des Mondes gedient haben zu können.

Erst im Zusammenspiel mit der langsam wachsenden Erkenntnis, dass die Verhältnisse im frühen Sonnensystem ganz wesentlich chaotischer gewesen sein müssen als heute, nach fast 5 Milliarden Jahren, in denen sich ein stabiles Gleichgewicht zwischen den Himmelskörpern eingestellt hat, konnte das Problem der Mondenstehung theoretisch gelöst werden. Computersimulationen haben gezeigt, dass die Erde kurz nachdem der Planetenkörper ("Gaia" genannt) weitgehend in einen schwereren Kern und einen leichteren Mantel ausdifferenziert war, mit einem etwa marsgrossen Himmelkörper ("Thaia" genannt) zusammenstiess. Dieser kosmische Kataklysmus zerriss den auftreffenden Planetoiden und sprengte die obersten Schalen der jungen Erde ab und schleuderte sie in den umliegenden Raum, wo der größte Teil in die Erdumlaufbahn ging, um sich später neu zum Mond zusammenzuballen. Diese Theorie erklärt zwanglos die Bahn des Mondes und die Besonderheiten seiner Zusammensetzung, die es erfordern, dass er mit der Erde verwandt sein muss, ohne gleichzeitig mit ihr entstanden sein zu können.

Woher die so genannte Thaia gekommen sein könnte, ist noch nicht annähernd geklärt. Neueste Berechnungen zeigen, dass sich die entsprechenden Massen für die Entstehung eines solchen Urplaneten sogar auf der Erdbahn selbst an einem der Librationspunkte (diejenigen zwei Punkte auf der Erdbahn, an denen sich die Gravitation von Erde und Sonne gegenseitig aufheben) gesammelt haben könnten und von dort dann durch relativ geringfügige Verschiebungen in Richtung Erde zur Kollision getrieben worden sein könnten. Es bestehen Überlegungen, Sonden zu den Librationspunkten auf der Erdbahn zu entsenden, um dort nach Resten von Urmaterie zu suchen.

Vergleichbare Zusammenstöße größerer Körper muss es in der Frühzeit des Sonnensystems häufiger gegeben haben, die sonst schwer erklärbaren oder sogar rätselhaft auffälligen Eigenheiten einiger Planeten können damit erklärt werden. Von der Sonne aus gesehen zeigt gleich die deutlich exzentrische Bahn des Merkur und sein riesiger Eisenkern, dass dessen Bahn durch eine Kollision verschoben und die leichteren Schalen der Hülle um den Kern herum abgesprengt worden sein könnten. Wo die verlorene Masse geblieben sein könnte, ist unklar, nach den so genannten Vulkanoiden, einem hypothetischen Asteroidengürtel innerhalb der Merkurbahn bei etwa 0,15 bis 0,18 AE von der Sonne wird intensiv gesucht. Als nächstes wirft die retrograde Rotation der Venus die Frage auf, ob eine entsprechende Kollision nicht die eigentlich zu erwartende schnellere Rotation gebremst hat. Die Rotationsachsen von Erde und Mars weichen deutlich vom senkrechten Winkel zu ihrer Umlaufbahn ab, die des Uranus liegt sogar ganz auf der Seite, vermutlich haben kosmische Treffer diesen Planeten regelrecht kippen lassen. Des weiteren sind auf vielen Monden des äußeren Sonnensystems, insbesondere auf dem Uranusmond Miranda, die Spuren globaler Karastrophen erhalten. Miranda ist vielleicht sogar mehrmals vollständig zertrümmert worden und hat sich aus den Trümmern später wieder zusammengeballt.

Daten des Mondes


Bahndaten
erdfernster Punkt 406.740 km
Mittlerer Bahnradius 384.405 km
erdnächster Punkt 356.410 km
numerische Exzentrizität 0,0549
Umlaufzeit 27 Tage 7 Std 44 Min
Bahngeschwindigkeit 1,03 km/s
Bahnneigung 5,1454 Grad

Eigenschaften
Äquatordurchmesser 3.476 km
Mittlere Dichte 3,345 g/cm3
Masse 7,348 · 1022 kg
Oberflächenbeschleunigung 1,62 m/s2
Rotationsdauer 27 Tage 7 Std 44 Min
Neigung der Rotationsachse 1,54 Grad
mittlere Albedo 0,12
Fluchtgeschwindigkeit 2,38 km/s
Oberflächentemperatur min mittl. max 130K 250K 400K

Quelle: NASA/JPL

Berechnung weiterer Parameter

Anhand des Datenblattes können Sie mit Hilfe unseres Kugelrechners Umfang, Oberfläche, Volumen und Masse dieses oder eines beliebigen Himmelskörpers berechnen. Notieren Sie sich hierzu Durchmesser und Dichte wie oben angegeben.

Den Rechner finden Sie hier.

Based on:

  1. aus: http://www.meteoriten.at/mond/


Kategorie nach oben

  • Mondkalender   - Eine umfangreiche Sammlung von Fakten zum Mond.

  • Interaktives Mondfernrohr - Das Fernrohr zeigt den Anblick des Mondes in einem kleinen Amateurteleskop bei etwa 100-facher Vergrößerung.
  • Let the moon shine in - Der Artikel von Carsten Münker und Mitarbeiter von der Universität Münster über die Geburt des Mondes. Man stützt die Schlussfolgerung auf die vergleichende Analyse von Niobium (Nb) und Tantalum (Ta).
  • Mondatlas - Die Seite bietet eine anklickbare Mondkarte sowie Artikel über die Geologie und die Strukturen des Mondes. Ferner werden Raumfahrtmissionen zum Mond und Hinweise für die Beobachtung des Mondes mit Digitalkameras gegeben.
  • Mondfinsternis - Informationen über die Finsternisse der Jahre 2003/2004.
  • Mondfinsternis.org - Ausführliche Informationen über Ursache und Entstehung von Finsternissen des Erdtrabanten mit Planeten-Datenbank.
  • Vollmond Info - Die Seite widmet sich dem Vollmond: Allgemeine Informationen, Vollmond-Kalender, Texte sowie ein Erinnerungsservice per E-Mail und eCards.

Dargestellt wird nur ein Auszug aus der entsprechenden Kategorie, hier finden Sie die komplette Kategorie.





 Zahnarzt Essen