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Staat (Gesellschaft)

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Begriffserklärung

Der Begriff Staat - (lat.: status) ist eine völkerrechtliche Definition der Neuzeit und beruht auf die drei Hauptsäulen: Staatsvolk, Staatsgebiet und Staatsgewalt. Das bedeutet, der Staat ist eine politische Gemeinschaft von Menschen (Staatsvolk), die in einem bestimmten Gebiet (Staatsgebiet) unter einer Herrschaftsform (Staatsgewalt) leben. So hat jeder Staat, ob er international anerkannt ist, oder nicht, dass Recht auf die Verteidigung seines Staatsgebiets (Territoriums) und seiner inneren Sicherheit. Staaten können auch durch Zusammenschluss oder durch eine erlangte Unabhängigkeit (Verhandlungen) neu entstehen. Die internationale völkerrechtliche Anerkennung erfolgt durch die Vereinten Nationen (Völkergemeinschaft), dazu gehört die ständige Mitgliedschaft bei den Vereinten Nation und weitere politische Merkmale.

Staatsvolk

Alle Menschen mit der gleichen Staatszugehörigkeit eines Staates sind Staatsbürger und bilden das Staatsvolk. Die durch Geburt erlangte Staatszugehörigkeit, kann durch die Staatsangehörigkeit der Eltern (Abstammungsprinzip) oder durch Geburt in einem Staat (Geburtsortsprinzip) geregelt werden. Eine weitere Möglichkeit um eine Staatsangehörigkeit zu erlangen, ist die Einwanderung (Einbürgerung) . Geregelt wird dies in einem Einwanderungs- und Staatsangehörigkeitsgesetz (z.B. Staatsangehörigkeitsgesetz Deutschland) des jeweiligen Landes (Staates). An die Staatsbürgerschaft sind verschiedene Rechte und Pflichten gekoppelt, dazu gehören zum Beispiel, das Lernen der neuen Sprache oder die politische Mitgestaltung bei Wahlen, aber auch die Staatssymbole, wie die Staatsflaggen, Wappen und Hymnen, sie dienen der Verbundenheit der Staatsbürger zu ihrem Staat.

Staatsgebiet

Das Staatsgebiet, ob auf dem Festland oder als Inselstaat, ist ein genau definierter Ort auf der Erdoberfläche, dazu gehören das darunter liegende Erdreich (Erdinnere), der darüber liegende Luftraum und die ab der Landesküste herrschenden 12 Seemeilenzone ( 22,22 km ), manche Staaten beanspruchen auch andere Entfernungen.

Staatsgewalt

Es gibt verschiedene Staatsgewalten, sie dienen alle der Machtausübung nach Innen, zum Beispiel durch die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung im Staat und sie dienen der Machtausübung nach Außen, zum Beispiel durch die Landesverteidigung gegenüber fremder Staaten. Hierbei unterscheiden sich die Staatsgewalten durch ihre diktatorische oder demokratische
Regierungsform. Eine weitere Unterscheidung ist die Staatsform selber, dazu zählen der Einheitsstaat, der Bundesstaat und die Föderation (Staatenbund). Beim Einheitsstaat zentralisiert sich die Staatsgewalt auf einer einzigen Ebene (z.B. Frankreich). Beim Bundesstaat ist der Gesamtstaat auf die dazugehörigen Gliedstaaten (z.B. Bundesländer) aufgebaut und jeder Gliedstaat und der Gesamtstaat haben einen eigenen Staatscharakter (z.B. Deutschland). Bei einer Föderation oder Staatenbund haben nur die die einzelnen Gliedstaaten selber einen Staatscharakter.

Bei einer Monarchie bekommt das Staatsoberhaupt oder Monarch (z.B. König, Kaiser, Scheich) auf Lebenszeit sein Amt, zumeist durch Erbfolge aber auch durch Wahlen, dabei gibt es verschieden Arten von Monarchien, hierzu zählen:

  • Absolute Monarchie = die Staatsgewalt liegt beim Monarchen
  • Konstitutionelle Monarchie = die Staatsgewalt des Monarchen wird durch eine Verfassung beschnitten
  • Parlamentarische Monarchie = die Staatsgewalt liegt beim Volk, der Monarch hat zumeist repräsentative Aufgaben

  • Gliedstaat

    Der Gliedstaat ist ein Begriff aus der Neuzeit und definiert eine geographische und politische Verbundenheit mit einer eigenen Staatsgewalt, die sich in ihrer Staatsform zu einem Gesamtstaat vereinen. Im Gegensatz zum Gesamtstaat besitzt der Gliedstaat keine Alleinherrschaft. Sein Staatsgebiet und seine Verwaltungsorgane unterstehen der Befehlsgewalt des Gesamtstaats. Der Gliedstaat besitzt aber einen eigenen politischen Staatscharakter, der in einer Verfassung geregelt wird, dazu gehören eine Exekutive, der eine Regierung vorsteht und eine Legislative, welche durch ein Parlament errichtet wird. Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Gesamtstaat und dem Gliedstaat werden normalerweise durch ein Verfassungsgericht entschieden, sollte solche Möglichkeit nicht bestehen oder ausgeschöpft werden, kann es zu bewaffneten Eskalationen zwischen dem Gesamtstaat und dem Gliedstaat kommen, wie es zu Beispiel beim ehemaligen Jugoslawien der Fall war.



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