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Weiskirchen (Europa • Deutschland • Saarland • Landkreise • Merzig-Wadern • Städte und Gemeinden • Geschichte)

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Überblick

Erste Spuren einer frühgeschichtlichen Besiedelung in der Gegend um Weiskirchen sind geschliffene Beile der jüngeren Steinzeit (4500 - 3000 v. Chr.).

Von wesentlich größerer Bedeutung sind die Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckten drei Fürstengräber aus der Frühlatènezeit (450 - 280 v.Chr.). Die Hügelgräber lagen an der von Trier über Zerf kommenden Römerstraße, die von Nordwesten nach Südosten geradlinig durch die gesamte Gemarkung von Weiskirchen fast parallel mit der Bundesstraße läuft, und deren Ursprünge vermutlich in die vorrömische Zeit zurückreichen. In den reich ausgestatteten keltischen Prunkgräbern wurden zwischen 450 und 380 v. Chr. möglicherweise drei Generationen von Männern einer Sippe bestattet. Zweifellos wurden in Weiskirchen Mitglieder einer Führungsschicht bestattet, die politisch, militärisch, wirtschaftlich und religiös sehr einflußreich war. Ihr aristokratischer Lebensstil wird durch die Grabfunde (eine Goldscheibe, Bronzefibeln, Dolch aus Eisen, Schwert, Lanzenspitzen, Bronzeschnabelkannen, Ring und Armreif aus Gold, goldener Trinkhornbeschlag, etc.) eindrucksvoll belegt.

Nach dem Ende des Gallischen Krieges (58-50 v. Chr.), in dessen Verlauf auch die keltischen Treverer, als deren Vorfahren die in Weiskirchen begrabenen Adligen zu bezeichnen sind, unterworfen wurden, setzte die Romanisierung ein. Archäologische Funde aus den folgenden Jahrhunderten, wie z.B. der Grabstein des Martialis, mehrere Brandgräber, Münzfunde, Scherben und Fundamentreste in der Weiskircher Gegend sowie Überreste einer im letzten Jahrhundert unterhalb des Wildparks ausgegrabenen römischen Straßenstation sind Belege für eine Siedlungskontinuität.

Die erste urkundliche Erwähnung Weiskirchens erfolgte im Jahre 1030 durch eine Schenkungsurkunde der Markgräfin Judith von Lothringen an die Abtei St. Eucharius, der späteren Abtei St. Matthias in Trier. Im Jahre 1037 wird diese Schenkung durch die Markgräfin und ihren Mann, den Herzog Adalbert von Lothringen bestätigt. Wenn beide Urkunden auch Fälschungen sind, die im 13. Jahrhundert angefertigt wurden, so ist davon auszugehen, daß ihr Inhalt nicht gefälscht wurde.

Bis zum Jahr 1794 stand Weiskirchen unter der Herrschaft des Klosters St. Matthias. Dann wurde es von französischen Revolutionstruppen besetzt. 1814 übernahmen die Preußen bis 1918 die Herrschaft Der Weimarer Republik folgte 1933-1945 das "Dritte Reich". In den Nachkriegsjahren bis zur Wiedervereinigung des Saarlandes mit der Bundesrepublik Deutschland im Jahre1957 lag Weiskirchen in der französischen Besatzungszone.

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  1. Gemeinde Weiskirchen




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