Impressum

Zeitungen (Europa • Deutschland • Berlin • Nachrichten und Medien • Geschichte)

zurück zur Startseite


Artikel nach oben

1721. Johann Andreas Rüdiger bringt die erste Ausgabe der "Berlinischen privilegirten Zeitung" heraus, die, an der vom König Friedrich Wilhem I verbotenen Ausgabe der "Berlinische Ordinaire Zeitung" von Johann Lorentz anschließt.

1810 Heinrich von Kleist gibt die erste Nummer der "Berliner Abendblätter" heraus. In den ersten Wochen des Erscheinens wird die Zeitung zum aktuellen Tagesgespräch der Berliner.

1848 Friedrich Wilhelm IV. erließ am 17. März 1848 auf Druck der Öffentlichkeit eine Pressegesetz, in der der Presse das Recht zugestanden wurde, auch solche Meinungen zu äußern, die von der Staatsraison abwichen.

1848 Im November 1848 wurden acht Presseblätter verboten, dazu gehörten die Blätter Reform, Zeitungshalle, Locomotive, Republik, Volksblätter, Ewige Lampe, Krakehler und die satirische Zeitschrift Kladderadatsch, die politisch als Vertreter der Märzrevolution galten.

1855 Der Verleger und Jurist Hermann Killisch von Horn veröffentlicht die erste "Berliner Börsenzeitung" mit einer Tagesauflage von 2000 Exemplaren.

1866 Erscheint die erste Ausgabe der "Der Post", diese Tageszeitung berichtet speziell über Großunternehmer und Journalistik.

1871 Rudolf Mosse bringt das "Berliner Tageblatt" heraus.

1877 Der Papiergroßhändler und Stadtverordneter Leopold Ullstein kauft das "Berliner Tagesblatt" und bringt als erstmals die "Berliner Zeitung" heraus.

1883 Der Zeitungsverleger August Scherl bringt mit einer Startauflage von 200 000 Exemplaren erstmals die Wochenzeitung "Berliner-Lokal-Anzeiger-Central-Organ für die Reichshauptstadt" heraus.

Der Markt der Tageszeitungen in der damaligen Reichshauptstadt wird überwiegend von dem Verlegerimperium Rudolf Mosse, Leopold Ullstein und August Scherl bestimmt.

1987 Der Ullstein Verlag bringt die "Berliner Abendpost" heraus.

1889 Die Berliner Zeitung vom Ullstein Verlag expandiert unter dem neuen Namen "BZ am Mittag" zum ersten, im Straßenverkauf erhältlichen Boulevard-Blatt Deutschlands.
Erstmals werden Zeitungen durch Handverkauf angeboten. Zeitungsburschen sorgen für steigende Auflagen. Diejenigen, die sich keine Zeitung leisten können oder wollen, haben Gelegenheit, sich in den zahlreichen Berliner Lokale mit den neuesten Nachrichten zu versorgen.

1889 Erstmals erscheint die volksnahe "Berliner Morgenzeitung", eine Neugründung des Berliner Verlegers Rudolf Mosse, der bereits seit 1871 mit großem Erfolg das "Berliner Tageblatt" herausgibt.

1891 Die erste Nummer der "Berliner Illustrirten Zeitung" erscheint. Die neue Wochenzeitschrift, die sich an ein großes Publikum wenden soll, wird in der Druckerei des Verlegers Leopold Ullstein hergestellt.

1898 Der Verleger Leopold Ullstein bringt die erste Nummer der Zeitung "Berliner Morgenpost" heraus. Die Zeitung hat einen Umfang von 16 Seiten hat. Innerhalb von zwei Monaten erreicht das neue Blatt über 40 000 Abonnenten.

1899 Der Verleger August Scherl veröffentlicht die erste Nummer der Zeitschrift "Die Woche".
In dieser Zeit tobte ein Propagandakrieg zwischen den Verlagshäusern Scherl und Ullstein, jeder Verlag veröffentlichte wöchentlich seine Verkaufszahlen. Verhandlungen zwischen den beiden Verlegern beginnen. Die Unternehmer einigen sich darauf, daß Scherl Anteile an der "Berliner Morgenpost" erwirbt und Ullstein auf einen weiteren Reklamekrieg verzichtet.

1904 Eine Marktlücke im Berliner Zeitungsgeschäft führte zur Gründung einer Mittagszeitung zwischen den großen Ausgaben am Morgen und am Abend. Es erscheint erstmals die erste Nummer der "Berliner Zeitung am Mittag". Insbesondere die Berichterstattung über Sport und ein umfangreiches Boulevardteil, läßt diese Mittagszeitung zum überraschenden Erfolg des Verlagshauses Ullstein werden. 1926 geht das größte Druck- und Verlagshaus, ausgestattet mit modernster Technik in Tempelhof am Teltowkanal in die Produktion.

1934 der Ullstein Verlag wird zwangsverkauft und in eine Auffanggesellschaft der NSDAP in den "Deutscher Verlag" umgetauft.

1952 Das Druckhaus Tempelhof wird durch das amerikanische Hochkommissariat in Berlin an die wiedererrichtete Ullstein AG zurückgegeben. Im 26. September 1952 erscheint bei Ullstein wieder die »Berliner Morgenpost«, die am 23. April 1945 ihr Erscheinen hatte einstellen müssen. In den sieben Jahren seit Kriegsende erlebte das Pressewesen in Berlin einen gewaltigen Aufschwung. Obwohl die Ost-Berliner Zeitungen wie das "Neue Deutschland" oder die "Berliner Zeitung" in hohen Auflagen gedruckt wurden, bevorzugen die Berliner die westlich lizensierten Zeitungen.

1953 Erstmals nach Kriegsende erscheint in Berlin wieder die Zeitung "BZ".

1972 Die von Bundesmitteln subventionierten und der SPD nahestehenden Berliner Zeitungen "Telegraf" und "Nachtdepesche" stellen ihr Erscheinen ein.

1979 Erscheint die erste Ausgabe der "TAZ - Tageszeitung", dass Blatt hatte eine Auflage von etwa 30 000 Exemplaren und wird auch im Bundesgebiet vertrieben.




 Zahnarzt Essen